Nachlass Carl Miville-Seiler (1921-2021)
Titel
Nachlass Carl Miville-Seiler (1921-2021)
Signatur
PA 1024b
Stufe
Bestand
Entstehungszeitraum
1885-2021
Rechtsstatus
Eigentum des Staatsarchivs Basel-Stadt
Laufmeter
2.80
Bestandsgeschichte
Zugang (1):
Die Unterlagen wurden dem Staatsarchiv im Oktober 2022 von Cathérine Miville, der Tochter von Carl Miville-Seiler, übergeben. Sie wurden im Februar 2023 erschlossen. Ein Faszikel betreffend die Peter Ochs Gesellschaft wurde, in Absprache mit Cathérine Miville, unter PA 1239b verzeichnet.
Die Unterlagen waren im privaten Arbeitszimmer in der langjährigen Wohnung der Familie Miville vorgefunden und von Cathérine Miville gesichert worden.
Form und Inhalt
Zugang (1):
Carl Miville-Seiler hat gewisse Aspekte seines Lebens akribisch dokumentiert. So notierte er seine Termine ausführlich in seinen Terminkalendern, die lückenlos für die Jahre 1949 bis 2021 vorliegen (siehe PA 1024b F 2 (1) 3). Neben den vielen Anlässen, den beruflichen und privaten Treffen lässt sich so u.a. feststellen, dass er ab 1966 regelmässig Fussballspiele der Weltmeisterschaft im Fernsehen verfolgte. Dagegen ist die Korrespondenz (siehe PA 1024b F 3-2 (1)) wenig umfangreich und wohl lückenhaft. Erwähnenswert ist der briefliche Austausch mit Helmut Hubacher, auch wenn der Schwerpunkt auf dem Ende der 2010er Jahre liegt.
Seine Manuskripte und Notizen zu seinen Reden (siehe PA 1024b F 4-1 (1)) geben Einblick in die Themen, die ihn interessierten (Politik, Basler Geschichte, baseldeutscher Dialekt, Fasnacht). Neben der Politik (siehe vor allem PA 1024a, aber auch PA 1024b F 5) widmete er sich tiefgründig dem baseldeutschen Dialekt (siehe PA 1024b F 6), was sich in seiner Sammlung der eigenen baseldeutschen Kolumnen sowie derjenigen anderer Autoren und insbesondere der detaillierten Korrekturzettel dazu niederschlug.
Etwas weniger umfangreich ist seine Begeisterung für die Basler Fasnacht dokumentiert (siehe PA 1024b F 7), insbesondere seine legendären Sujetlisten, die er bis in hohe Alter zusammenstellte.
Zu den Vorfahren von Carl Miville-Seiler, zu seiner Frau Rosa Maria genannt Rosmarie Seiler und ihren Eltern sind nur wenige Dokumente überliefert.
Bewertung und Kassation
Zugang (1):
Wegen Schimmelbefalls wurde ein Schulheft von Carl Miville-Seiler für das Fach Französisch sowie von Rosmarie Miville-Seiler das Fachlehrerinnendiplom Handarbeiten 1943 und die Semesterzeugnisse der Frauenarbeitsschule 1941-1943 kassiert. Das Diplom und die Zeugnisse liegen aber als Kopien vor.
Ordnung und Klassifikation
Zugang (1):
Das Material befand sich in angeschriebenen Mappen und Kartons. Die Beschriftungen entsprachen dabei den Schwerpunkten Terminkalender, Politik, Fasnacht, baseldeutscher Dialekt, Manuskripte, Gratulationsschreiben zu runden Geburtstagen, Korrespondenz und Persönliches. Diese Ordnungsinseln wurden im Wesentlichen übernommen.
Die Korrespondenz war teilweise zusammenhanglos in verschiedenen Mappen und innerhalb der Sammlungen von Zeitungsartikel verteilt; es erschien daher sinnvoll, alle Briefe zusammenzuführen und chronologisch abzulegen.
Schutzfristkategorie
Ordentliche Schutzfrist
Bewilligung
Gemäss Archivgesetz BS
Schutzfrist
Zeitraumende
Schutzfristdauer
30
Ende der Schutzfrist
12/31/2051
Zugänglichkeit
Oeffentlich
Zugangsbestimmungen
Es gelten die allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Staatsarchivs Basel-Stadt.
Physische Benutzbarkeit
uneingeschränkt